08.12.2025
Equidenpass
Der Equidenpass ist ein unverzichtbares Dokument, das sowohl für die Identifikation von Pferden als auch für die Gewährleistung von Tierschutz und Lebensmittelsicherheit von großer Bedeutung ist. Er hilft dabei, die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln zu gewährleisten und sicherzustellen, dass nur gesunde Tiere geschlachtet werden.
Wir sind dazu verpflichtet, die Passdaten von jedem Tier, das durch unsere Klinik untersucht und behandelt wird, zu dokumentieren.
Daher bitten wir Sie vor oder spätestens bei einem Termin den Equidenpass Ihres Pferdes vorzulegen.
Die Passdaten und der Schlachtpferdestatus im Arzneimittelanhang (Pferd ist entweder zur Schlachtung bestimmt oder Pferd ist nicht zu Schlachtung bestimmt) werden in der Patientenakte hinterlegt und die Pferde können dementsprechend behandelt werden. Sollte der Anhang nicht ausgefüllt sein, so muss das Pferd als potenzielles Schlachtpferd behandelt werden.
Für Schlachtpferde muss Folgendes beachten werden:
- einige Medikamente (Wirkstoffe) sind nicht für Schlachttiere zugelassen und dürfen daher nicht angewendet werden (z. B. Phenylbutazon)
- für jede medikamentöse Behandlung müssen Tierärzte eine tierärztliche Verschreibung ausstellen
- diese sind vom Pferdehalter mindestens 5 Jahre zu archivieren
- der Pferdehalter muss ein lückenloses Bestandsbuch führen, das auf Verlangen des Veterinäramtes vorzuzeigen ist und im Schlachtungsfall mit dem Pferd übergeben werden muss.
- für den Fall einer Schlachtung muss die Wartezeit der angewendeten Medikamente eingehalten werden (je nach Wirkstoff bis zu 6 Monate)
Dieser bürokratische und finanzielle Aufwand entfällt bei Nichtschlachtpferden vollständig. Zusätzlich ist eine bessere medizinische Versorgung ohne Einschränkungen gewährleistet.
Zum Zweck der optimalen Leserlichkeit verwenden wir die männliche Schreibform. Bei der Nennung von „Pferdehalter“, „Tierarzt“, etc. sind gleichermaßen weibliche, männliche und diverse Personen angesprochen.
22.09.2025
Aktuelle Impfempfehlung für Pferde
Der Schutz Ihres Pferdes steht bei uns im Mittelpunkt.
Unsere Impfempfehlungen orientieren sich an den aktuellen Vorgaben der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) und basieren auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Damit Ihr Pferd zuverlässig vor schweren Infektionskrankheiten geschützt ist, empfehlen wir vor allem Impfungen gegen:
- Equines Herpesvirus
- Equine Influenza
- Tetanus
Diese drei Impfungen bilden die Basis eines sicheren Schutzes. Abhängig von Haltung, Nutzung und regionalen Gegebenheiten können weitere Impfungen sinnvoll sein.
Da jedes Pferd unterschiedliche Bedürfnisse hat, beraten wir Sie gerne persönlich und entwickeln gemeinsam mit Ihnen den passenden Impfplan. Hierfür bieten wir Ihnen zusätzlich unseren Impferinnerungsservice an.
Vereinbaren Sie jetzt einen Termin – für die Gesundheit und den bestmöglichen Schutz Ihres Pferdes!
07.04.2025
Pferde Vital Check

Im April bieten wir einen umfassenden Gesundheits-Check für Pferde zum Vorteilspreis gemäß der GOT an.
Was wird untersucht?
✔️ Allgemeine Untersuchung
✔️ Blutentnahme & Blutbild
✔️ Blutorgancheck
Warum ist der Pferde Vital Check sinnvoll?
✔️Früherkennung von gesundheitlichen Problemen
✔️Unterstützung der Fitness & Leistungsfähigkeit
✔️Optimale Anpassung von Fütterung & Training
✔️Sicherheit für dich und dein Pferd
01.03.2025
Stellungnahme der StIKo Vet zur Wirksamkeit und immunologischen Sicherheit
von EHV-Impfstoffen bei Pferden
In dieser umfassenden Stellungnahme begründet die StIKo Vet, warum an der EHV-Immunisierung als Core-Impfung beim Pferd festgehalten wird:
10.02.2025
West-Nil-Virus (WNV)
Information zur West-Nil-Virus (WNV) – Infektion beim Pferd:
(Extrakte aus der Stellungnahme der StiKoVet – 09.09.2024)
Das West-Nil-Virus (WNV) ist ein aus Afrika stammendes Virus, welches durch Zugvögel nach Europa gelangt und durch blutsaugende Mücken übertragen wird. Im natürlichen Wirtskreislauf wird es zwischen Vögeln und Stechmücken übertragen. Menschen und Pferde können ebenfalls mit dem WNV infiziert werden, jedoch kann das Virus von ihnen nicht weiter übertragen werden. Deshalb gelten Menschen und Pferde als sogenannte Fehlwirte, von denen keine Infektionsgefahr für weitere Menschen oder Pferde ausgeht.
Nicht alle infizierten Pferde erkranken. Die erkrankten Pferde zeigen überwiegend neurologische Störungen, wie Muskelzucken, Übererregbarkeit oder Schwäche, Ataxie bis zum Festliegen, Koma und Versterben.
Überstehen die Pferde die Krankheit, so ist häufig eine lange Rekonvaleszenz notwendig und dauerhafte neurologische Schäden möglich.
Die Infektion konnte schon 2018 erstmals in Deutschland festgestellt werden. In Jahr 2024 zeigte sich aber eine unvorhersehbar rasante Zunahme der Infektionen in Verbindung mit schweren Erkrankungen in Norddeutschland. So gab es in der Zeit vom 01.08.2024 bis zum 15.10.2024 in Niedersachsen 58 nachgewiesene mit West-Nil erkrankte Pferd, wovon mehrere verstorben sind. Die meisten Infektionen zeigten sich in dem Gebiet von Berlin bis Hannover und Hamburg.
Impfung von Pferden gegen das West-Nil-Virus
Um diese schweren Erkrankungen in Zukunft zu vermeiden, wird die erwiesenermaßen gut verträglich und vor allem sehr effektiv schützende Impfung dringend empfohlen.
In Deutschland sind derzeit drei Impfstoffe gegen das West-Nil-Virus für Pferde verfügbar.
Empfohlen wird Pferde impfen zu lassen, um einen ausreichenden Impfschutz vor der Mückenzeit (ab April) zu erlangen. Dazu sind zwei Impfungen im Abstand von ca. 4 Wochen idealerweise in der Zeit von April bis Mai notwendig und anschließend eine einmal jährliche Wiederholungsimpfung.
Wir wünschen Ihnen alles Gute und insbesondere gesunde Pferde!
Weitere aktuelle Lektüre zum Thema West Nil Virus:
https://stiko-vet.fli.de/de/aktuelles/einzelansicht/west-nil-virus-im-blick-behalten/
www.tierseucheninfo.niedersachsen.de
Das Team der Pferdeklinik Destedt
April 2023
Podcast Empfehlung
Liebe Kunden,
wir möchten Ihnen einen sehr wertvollen Podcast rund um das Thema Pferdemedizin empfehlen:
„Pferdemedizin heute„ ein Podcast der Gesellschaft für Pferdemedizin
Auf der Internetseite der GPM ist über den Podcast folgendes zu lesen:
„In dieser Podcast – Reihe werden aktuelle Themen zur Pferdegesundheit besprochen. Themen sind Gesundheitsvorsorge, Fütterung, Zucht- und Haltung sowie der Bereich Ankaufsuntersuchung.
Professor Karsten Feige ist Leiter der Pferdeklinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover und Präsident der Gesellschaft für Pferdemedizin.
In diesem Podcast beschreibt er – teils mit ExpertenInnen – pro Folge ein Thema zur Pferdegesundheit. Es geht um Erkrankungen, vor allem um deren frühzeitige Erkennung und um die Behandlung. Es geht aber auch um Gesundheitsvorsorge, Fütterung und um Themen rund um Zucht und Haltung. Wir sprechen über häufige Fehldiagnosen, was bei Kaufuntersuchungen wirklich wichtig ist und ob jede Stute auch für ein Fohlen geeignet ist – und natürlich auch über spannende Entwicklungen und neue Ansätze in der Pferdemedizin.
Dieser Podcast erscheint ab sofort in regelmäßigen Abständen und ist kostenlos für alle Studierenden der Tiermedizin, praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte und für alle Pferdebesitzerinnen und Pferdebesitzer, die sich für moderne Pferdemedizin interessieren.
